Honda_SW

 

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Fotos

Technische Daten

 

Der Honda SW-T400 ist ein luxuriöser Hightech-Roller mit attraktivem Outfit, der das Leistungsvermögen einer höheren Kategorie bietet. Der neue SW-T 400 kann alles, was man von einem Reiseroller erwarten darf. Zunächst fällt die typische, Komfort versprechende Kunststoffhülle auf, die mit einer modernen und eleganten Optik den Oberklassenanspruch untermauert.

Gute Durchzugskraft

Unter dem Plastikkleid verdient vor allem der Antrieb besondere Aufmerksamkeit, werkelt doch hier mit dem flüssigkeitsgekühlten Paralleltwin der einzige Zweizylinder dieser Klasse. Aus den beiden Brennräumen erlöst der Einspritz-Twin 39 PS und ein maximales Drehmoment von knapp 38 Newtonmeter, damit setzt er sich deutlich an die Spitze der 400er Kategorie. Das Triebwerk ist gleich mit zwei Ausgleichswellen versehen, die aber dennoch leichte Vibrationen über Sitzbank und Fußrasten zum Fahrer hin durchdringen lassen. Recht sanft nimmt der Twin das Gas an und kuppelt schon frühzeitig ein, so dass sich die mit 250 Kilo recht schwere Fuhre auch bei Schritttempo feinfühlig kontrollieren lässt. Souverän, aber nicht ex-plosiv beschleunigt der SW-T. Auf freien Autobahnetappen reicht das zu mühelos erreichbaren 160 km/h auf dem Tacho. Besonders auf der Landstraße kann er seine gute Durchzugskraft ausspielen, indem er Überholmanöver mit einem kräftigen Handgelenkszupfer erledigt.

Motorradtechnik

Neben dem Antrieb hat der SW-T auch beim Stahlrohr-Chassis Unkonventionelles zu bieten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rollerkonstruktionen, bei denen die Motor-Getriebe-Einheit als Triebsatzschwinge eine Einheit mit dem Hinterrad bildet, ist der Honda-Paralleltwin in einem Stahlrahmen montiert, während das Hinterrad an einer unabhängigen Schwinge aufgehängt ist – das entspricht Motorradtechnik. Dadurch wird das Gewicht besser verteilt und die Steifigkeit der Gesamtkonstruktion erhöht. So rennt der SW-T sehr stabil geradeaus und liefert gleichzeitig einen recht hohen Fahrkomfort durch die sensibel ansprechende Gabel und die kräftigen Federbeine. Vor den Toren der Stadt macht sich in schnellen Kurven die unterdämpfte Gabel etwas Unruhe stiftend bemerkbar. Im Stadtverkehr gibt der 400er überraschenderweise eine gute Figur ab. Der sehr niedrige Schwerpunkt und die ausgewogene Gewichtsverteilung machen zusammen mit dem fein dosierbaren Motor das Manövrieren leicht, beim Rangieren im Stand muss man sich indes erst einmal an die Länge gewöhnen. Die Breite schränkt dagegen die Agilität kaum ein, dafür haben die Entwickler beispielsweise die Spiegel am Lenker und nicht ausladend am Rahmen fixiert.

 

Unausweichlich ABS

Der SW-T stoppt mit dem bewährten kombinierten Bremssystem CBS. Beim Betätigen des linken Bremshebels verteilt dieses die Bremskraft optimal zwischen Vorder- und Hinterrad, was für gute Verzögerungswerte und gute Kontrollierbarkeit bei Notbremsungen sorgt. Während der linke Bremshebel eine sehr effektive Verzögerung bewirkt, könnte der isoliert vorn wirkende rechte Hebel durchaus mehr Wirkung zeitigen. Betätigt man beide Bremsen, stellt sich in jedem Falle eine tadellose Wirkung ein. Mithin fördert der SW-T keinen sportlichen Ehrgeiz, dem Honda-Maxi steht der Sinn vielmehr nach ausgiebigen und genussvollen Touren. Dafür zeigt er sich bestens vorbereitet mit einem geräumigen und bequemen Arbeitsplatz. Auf dem hinteren Plätzchen ruhen die Füße auf ausklappbaren Rasten, die gern etwas niedriger angebracht sein könnten. Hier gefällt die Rückenlehne mit ihrer stützenden Wirkung. Hinter der hochgezogenen Scheibe erfreuen sich beide eines untadeligen Windschutzes sowie eines geringen Lärmpegels im Helm. Wie viele Konkurrenten besitzt der SW-T 400 ein großzügiges, beleuchtetes Staufach unter der Doppelsitzbank, das zwei Integralhelme aufnimmt. Zwei stabile Staufächer in der Frontverkleidung, eines davon per separatem Schloss abschließbar, bieten erfreulich viel Stauraum unter anderem für eine 0,5-Liter-Flasche.