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von Amanda Frick und Walter Russ
Samstag 10.05.08
Ankunft um 9:00 Uhr in Maienfeld im Hotel Heidihof.
Zukünftige Tourismusdirektorin Michaela und Gery begrüssten^uns herzlich
und statteten uns mit Kugelschreibern
EURO 08 und Reiseprospekten aus. Die Winterthurer MX-5 Fahrer mussten
sich zuerst im neuen Ort einleben. Die Bündner Herrschaft hat ihre
Tücken. Dies mussten
sie am eigenen Leib (MX-5) erfahren. Erstens sollte man sich von
Kuhfladen fernhalten, zweiten sollte man sich von Kuhherden fernhalten.
Sollte man in eine Kuhherde
geraten, ist Vorsicht geboten. Ruhig bleiben, den MX-5 nicht den MX-5
nicht bewegen, den Motor abschalten, sich beschnuppern lassen von den
Kühen und MX-5 ohne Gegenwehr „besabbern“ lassen. Walter ist nun
Kuhherden-Experte! Bei Fragen, nicht verzagen Walter fragen. Obwohl
einige MX-5 Fahrer (Name der Redaktion bekannt) ihr Picknick noch in
letzter Minute organisieren mussten, konnten wir pünktlich Richtung
Roffla-Schlucht abfahren. Wir fuhren alle auf Nebenstrassen durch die
wunderschöne
Bündner Herrschaft, sowie durch das Domleschg. Unsere Strassen säumten
blühende Obstbaum-Alleen, saftig grüne Wiesen und verschlafene Dörfer.
Mächtig
thronten die Bündner Berge, deren Gipfel noch von Schnee bedeckt waren.
Nach der Fahrt durch die Viamala, erreichten wir unser erstes
Etappenziel, die Roffla-Schlucht.
Gery, unser fachkundige fachkundige Reiseleiter, erzählte uns, wie
Chrisian Pitschen-Melchior, der Urgrossvater des jetzigen
Restaurant-Besitzers, den Zugang zum Wasser mit 8000 Sprengungen
erstellt hatte. |
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Gestärkt und zufrieden, fuhren wir weiter zur Staumauer
des „Lago di Valle di Lei“. Die Landschaft um den fast abgelassenen
Stausee, erinnerte uns an eine Mondlandschaft.
Es war eindrücklich über die 138m hohe Bodenstaumauer zu schlendern und
in die Tiefe zu blicken. Anschliessend fuhren wir zum letzten
Etappenziel des Tages Avers-Juf
(2126 M. ü. M). Es ist das höchst gelegene, ganzjährig bewohnte Dorf
Europas. Wir erlebten dort eine andere Welt. Abgeschiedenheit im
eindrücklichen Hochland. Im Hintergrund die gigantischen Schneeberge.
Die Einwohner des Dorfes schauten unserem Konvoi verwundert nach. So
viel war bei ihnen wohl schon lange nicht mehr los. Während wir uns
einen Kaffee gönnten, konnten wir die Murmeltiere im Schneefeld
herumtollen sehen. Leider verflog die Zeit zu schnell, und wir mussten
schon wieder aufbrechen und das karge Hochland verlassen. Es warteten
weitere Attraktionen des Bündnerlandes auf uns. In Maienfeld angekommen,
liessen wir unsere MX-5’s stehen und besuchten den benachbarten
Winzer, um Wein zu degustieren. Wir hatten so viel Spass, dass wir die
Zeit vergassen und fast zu spät zum Abendessen eingetroffen waren. Zum
Glück hatten wir die
Reiseleiterin dabei, die das Abendessen um eine halbe Stunde verschieben
konnte. Den Abend konnten wir mit einem vorzüglichen Abendessen
ausklingen lassen. |
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Sonntag, 11.05.08
Früh aufstehen war angesagt. Bereits um 8:15 Uhr sass der wagemutige
Teil des Clubs in ihren Wagen, um ein ganz besonderes Abenteuer zu
erleben. Extra um dieses
Erlebnis für die Nachwelt festzuhalten, reiste Urs für diesen Tag ins
Bündnerland (Bravo Urs). Wir fuhren der Vorderrheinschlucht mit ihren
imposanten Felswänden entlang, bis nach Versam. Dort angekommen,
tauschten die MX-5 Fahrer für einmal ihre Caps und Sonnenbrillen gegen
Helm und Neoprenanzüge. Ein Stück mussten wir mit einem uns fremden
Verkehrsmittel (RhB) zurücklegen, bis wir unseren Startplatz fürs
Riverrafting erreichten. Nach kurzer Instruktion und erstem Kontakt mit
dem kalten, nassen Element, begann unsere Rafting-Tour. Nach den ersten
drei Stromschnellen, hatte Michaela genug Wasser abgekriegt, so dass sie
lieber nach hinten rutschte. Marianne und Isa kamen
sich mit den Rudern regelmässig in die Quere. Zum Glück war eine
Lehrerin anwesend. Sie schaute, dass es keinen Streit gab und sich alle
sozial verhielten. Sie selber aber, war die Fleissigste, wenn es darum
ging andere Boote anzuspritzen. Die Fahrt machte riesigen Spass und es
war sehr eindrücklich im „Crand Canyon“ des Bündnerlandes. Wir
verabschiedeten uns herzlich von unseren Guides und machten uns hungrig
auf den Weg zum Restaurant Adler in Reichenau. Dort trafen wir den Rest
der Gruppe, die sich dafür entschieden hatten, nicht am Rafting
teilzunehmen. Sie unternahmen stattdessen am Morgen einen Ausflug mit
ihren Autos nach Arosa um den dortigen „Wildwechsel“ zu beobachten. Bei
„netter“ Bedienung nahmen wir dort unser wohlverdientes Mittagessen ein.
Zum Glück war der Koch besser aufgelegt als unsere Serviertochter und
zauberte uns ein vorzügliches Mahl. Kurz vor Monstein erwischte uns eine
Gewitterfront. Zum Glück war es nur ein kleines Gewitter. Im Hotel
angekommen „same procedure as every day“ nahmen wir unser Abendessen
ein, was natürlich wieder mal vorzüglich war und gingen danach zu Bett. |
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Mo 12.05.08
Nach dem Frühstück ging es auf zum Julierpass. Im
Bündnerland ist alles ein bisschen anders. Die freilaufenden Hunde
überqueren die Strasse nicht irgendwo, sondern wie wir Menschen über den
Fussgängerstreifen. Natürlich stoppten wir als freundliche Autofahrer
auch für einen Hund. Auf dem Weg zur Passhöhe hatten wir das lang
ersehnte Bündner Alpentier (Murmeli) von Nahem gesehen. Zügig fuhren wir
weiter Richtung Engadin. Dort „cruisten“ wir entlang der teilweise noch
zugefrorenen Engadiner Seen, weiter über den
Maloja Pass. Wir fuhren die herrlichen Serpentinen hinunter, bis zum
malerischen Dorf Soglio. Nach einem „Weltklasse“ Mittagessen und einem
leckeren Maronikuchen als Dessert, bewegte sich unser Konvoi Richtung
italienische Staatsgrenze. Wir fuhren weiter nach Chiavenna durch
verschlafene, malerische Dörfer und bogen dort ab zum Passo di
Spluga. Auf der Passauffahrt nach MX-5 Manier, begegneten wir noch einem
störrischen Eselkarren (Hymer-Mobil). Er wollte die Strasse nicht
freigeben und so mussten wir alle im
Schritttempo um diesen Karren herummanövrieren. Die Passabfahrt war
geprägt von seltsam hupenden VW-Busen, die uns aber freundlich vorbei
iessen. Schliesslich erreichten wir Splügen, wo der offizielle Teil der
Clubausfahrt leider schon endete. Dort verabschiedeten sich alle
voneinander und fuhren nach Hause.
Wir danken Gery Rösli und Michaela Caduff ganz herzlich für die
liebevolle und sehr gut organisierte Pfingst-Ausfahrt 2008. Es fehlte
uns an nichts an diesem Wochenende. Wir
hatten vorzüglich gegessen und wunderschöne und beeindruckende
Landschaften erlebt. Es war für uns ein Erlebnis und wird uns lange in
Erinnerung bleiben. |
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