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Viel wird über das Notrad im MX-5 diskutiert. Die echten Freaks haben es
sowieso nicht mehr im Kofferraum.
Gewichtsersparnis, mehr Platz etc. sind die Hauptgründe dafür, dass man dies
nicht braucht.
Nun, auch ich habe lange überlegt, ob ich das Notrad rausnehmen soll. Ebenso
könnte man dann den bordeigenen Wagen-
heber dann auch gleich rausnehmen.
Am Sonntag den 04.09.2005 hatte ich mit einem Kollegen abgemacht, um auf dem
Vierwaldstättersee Wasserski zu betreiben.
Vor Luzern auf der Autobahn bei ca. 130km/h merkte ich, dass etwas nicht mehr
stimmte. Ich war gerade auf der Überholspur, und passierte einen anderen PW.
Starkes schütteln im Wagen machte sich bemerkbar und ich reduzierte meine
Geschwindigkeit. Ich ahnte etwas schlimmes, also ging ich ganz vom Gas, und
bremste mit eingeschalteten Warnblinker auf dem Pannenstreifen auf ca. 20km ab.
Bei jeder Radumdrehung schüttelte es extrem, nun wusste ich, dass ich auf der
rechten hinteren Seite einen Platten hatte. Da die Autobahnausfahrt noch ca.
800m weit entfernt war, riskierte ich keinen Radwechsel auf der Autobahn und
schleppte deshalb den MX-5 ab der Autobahn. Auf dem nächstmöglichen
Abstellplatz meldete ich meine Panne via Helpline meiner Versicherung. Als ich
ihr die Dimensionen meiner Reifen durchgab, sagte mir die Frau, dass es sehr
schwer werden kann, am Sonntag diesen Reifen zu organisieren, auf alle Fälle
organisiere sie nun eine Pannenhilfe. Nach ca. 30 Minuten war der Luzerner
Pannendienst vor Ort und er teilte mir mit, dass es keine Chance gäbe, innert
nützlicher Frist einen solche Reifen aufzutreiben. Es könnte also sonst gut
5-6 Stunden dauern. Oje, aber ich hatte ja noch mein Notrad dabei. Ich
erkundigte mich, ob ich damit noch ca. 150km fahren kann, damit ich doch noch
zum Wasserskifahren komme. Er bestätigte mir, dass es möglich sei, ich aber
nie schneller als 80km/h auf der Autobahn fahren darf.
Das Notrad hatte ich bereits vorbereitet, als er den Wagenheber aus seinem
Auto holte. Nun die nächste Schrecksekunde. Der Wagenheber passte nicht unter
meinen Wagen. Es fehlten einfach etwa 2 cm. Gut hatte ich das Bordwerkzeug
dabei.
Noch etwas zum Betrieb des Notrades. Den Platten hatte ich mir hinten rechts
zugezogen. Um keine Schäden am Differenzial
durch das wesentlich kleinere Notrad zu holen, wurde der vordere Reifen nach
hinten gewechselt und das Notrad anschliessend nach vorne.

Fazit:
1. Hätte ich nun das Notrad ausgebaut, wäre für mich wohl der Tag gelaufen
gewesen. Oder ich hätte im ungewissen 7 Stunden auf meinen Reifen gewartet.
2. Hätte ich kein Bordwerkzeug dabei gehabt, hätte der Reifen nicht
gewechselt werden können.
Für mich ist nun also klar, dass ich mir die Frage, ob ich ein Notrad
benötige oder nicht, nie mehr stellen werde.
Der Sonntag war für mich gerettet, konnte erfolgreich Wasserskifahren und am
Abend stand das Auto bei mir in der Garage.
Eines war zwar trotzdem nicht so toll: Ich habe mich strikte an die 80km/h
gehalten. Nun ja, ihr könnt Euch vorstellen, was das für ein Gefühl ist, wenn
man von LKW's Wohnwagen, Campern, Transportern etc. überholt wird. Zum Glück
gibt es ja keine Fussgänger auf der Autobahn, denn wer weiss........
